KulTour LEERreich

"Moin" - und damit herzlich willkommen!

"KulTour LEERreich"

... denn Leer, das Tor Ostfrieslands, hat viel zu bieten und ist MEHR als eine Reise wert.

Leer ...

Rathausstraße

"... ist eine kleine, aber sehr lebhafte und nahrhafte Stadt. Die Häuser sind beinahe alle aus rothen Ziegelsteinen gebauet [...], stehen mit den Giebeln in die Straße und sind sehr bunt und burlesk. [...] Die Straßen sind gut gepflastert [...] und werden des Abends durch Laternen erleuchtet [...]. In der Stadt herrscht durchgehends eine große äußerliche Reinlichkeit."

(aus:  "Reise durch Osnabrück und Niedermünster in das Saterland, Ostfriesland und Gröningen" von J. G. Hoche, 1798)

Kath. Kirche St. Michael                                                                                                                           Ort des Gedenkens an die "Lübecker Märtyrer" und an Pfarrer Heinrich Schniers                 Lutherischer Schulgang 4

Gedenktafel an der kath. Kirche St. Michael

Die Gedenkstätte in der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist den "Lübecker Märtyrern" und weiteren Opfern des Nationalsozialismus gewidmet. 

Erinnert wird an die vier Lübecker Geistlichen: die drei katholischen Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek sowie den ev.-luth. Pastor Karl Friedrich Stellbrink. 1942 verhaftet, wurden sie am 23.06.1943 wegen „Wehrkraftzersetzung, Heimtücke, Feindbegünstigung und Abhören von Feindsendern“ zum Tode durch Enthauptung verurteilt und am 10.11.1943 im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis hingerichtet.

"Im Zeugnis durch ihr Leben und Sterben haben sie die trennenden Grenzen der Konfessionen überwunden und wurden zum leuchtenden Beispiel wirklicher Ökumene."                                                                                                                                             Am 25.06.2011 wurden die katholischen Kapläne durch Papst Benedikt XVI. seliggesprochen, das ehrende Gedenken gilt jedoch allen vier Geistlichen.                                                                     Weitere Informationen: Lübecker Märtyrer

Außerdem wird in der Kirche an den ehemaligen Pfarrer von St. Michael, Heinrich Schniers (*1880), erinnert.                                          Heinrich Schniers kam im Mai 1933 als Pfarrer an St. Michael. Er geriet rasch in einen offenen Konflikt mit den nationalsozialistischen Machthabern, wurde denunziert und im Dezember 1941 wegen angeblicher „defätistischer Äußerungen“ in „Schutzhaft“ genommen. Weihnachten 1941 zunächst für wenige Tage wieder freigelassen demütigte ihn die Gestapo am 19.03.1942 öffentlich und führte ihn in Sträflingskleidung durch die Straßen von Leer. Pfarrer Schniers wurde Anfang 1942 ins KZ Dachau verschleppt und starb dort am 30.08.1942 an Hunger und überschwerer Arbeit, ohne dass je eine ordentliche Gerichtsverhandlung stattgefunden hätte.

Das Gotteshaus ist mittwochs und freitags jeweils in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr sowie sonnabends von 10:30 bis 13:30 Uhr und von 16:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.